Zombies from outer Space – Filmrezension

Gepostet von am Feb 11, 2013 in Zombiecollection, Zombiefilme, Zombietotal | Keine Kommentare

Zombies from outer Space – Filmrezension

Zombies from outer Space

Interessiert an einem Horror – Zombie – Heimatfilm im Stile der klassischen Sci-Fi B-Movies der 50er Jahre? Bist du bereit für Alien-Zombies, einen durchgeknallten Professor und eine geplante Alieninvasion? „Zombies from outer Space“ bietet genau das und noch vieles mehr.

Nach einer langen Wartezeit kam der Film nun aus dem Süden Deutschlands nach Berlin in das Sputnik Kino, so dass Rain und ich uns dieses Highlight eines B-Movies endlich anschauen konnten. Passend zum Film wurde hier ein nettes kleines Kino ausgewählt, dass sich im dritten Hinterhof und der 5. Etage eines alten Berliner Gewerbekomplexes aus dem 19. Jahrhundert befindet und somit das höchste Off-Kino Berlins ist. Als wir die erste Hürde genommen hatten, nämlich die fünf Etagen hochzustiefeln, konnten wir die schöne Aussicht auf die Stadt genießen.

Zombies from outer Space

Eine weitere Besonderheit an diesem Abend war die Tatsache, dass der Drehbuchautor und Regisseur Martin Faltermeier und weitere Mitglieder des Produktionsteams bzw. Schauspieler anwesend waren. So gab es eine kurze Einführung und man stand nach dem Film Rede und Antwort. Weiter konnte man die Filmemacher der Fear4You-Crew durch den Kauf von „Zombies from outer Space“ T-Shirts unterstützen.

Was kann man von „Zombies from outer Space“ erwarten?

Wie der Name „Zombies from outer Space“ schon vermuten lässt, trifft man wirklich auf Alien-Zombies. Diese Idee hat mir persönlich sehr gefallen, mal was neues unter den vielen Zombiefilmen. Da Außerirdische (vermutlich) nunmal nicht wie Menschen aussehen, sehen auch die Alien-Zombies nicht wie die typischen Untoten aus.

Ansonsten haben wir hier einen herrlichen kitschigen Heimatfilm aus den 50er Jahren. Da ist die junge Maria, die ein bayerisches Dorf und einen kleinen Luftwaffenstützpunkt der Amerikaner per Fahrrad mit Lebensmitteln versorgt und von dem Wissenschaftler Robert und dem US-Offizier John umworben wird. Schnell wird jedoch klar, dass es sich hier nicht um einen schnulzigen Heimatfilm handelt, denn bald taucht die erste Frauenleiche auf, die unter geheimnisvollen Umständen gestorben ist.

Spoiler! Wer die skurrilen Wendungen des Films selber erleben will, sollte hier nicht drauf klicken.

Es folgen schnell weitere Frauenopfer, die eines gemeinsam haben.

Ab jetzt beginnt der trashige Sci-Fi B-Horror-Zombie-Heimatfilm erst richtig!

Die toten Frauen waren allesamt gerade erst schwanger und wurden durch Aliens in einem UFO ihrer Muttermilch beraubt und dabei getötet. Die Muttermilch soll einerseits dafür verwendet werden, die bevorstehende Invasion der Aliens zu ermöglichen. Die Außerirdischen sind nämlich gegenüber unseren Umweltgiften so anfällig, dass sie bei Betreten der Erde sofort sterben. Dank der Hilfe des genial verräterischen Wissenschaftlers Prof. Stock soll aus der Muttermilch eine Art Schutzserum hergestellt werden, damit die Abwehrkräfte der Außerirdischen gestärkt werden und die Invasion stattfinden kann. Damit aber nicht genug, die Aliens sind bereits vor langer Zeit in Bayern gelandet und haben es neben vielen Verlusten geschafft, eine genetische Mischung aus Alien und Mensch zu erschaffen: unsere Hauptfigur Maria.

Die toten Außerirdischen wurden dabei immer unter den mysteriösen Kronkreisen auf den Feldern des Bauern Brandner begraben. Wie sich herausstellte, ist die Muttermilch außerdem in der Lage, die toten Aliens wieder aus ihren Gräbern auferstehen zu lassen. Somit haben wir hier Alien-Zombies, die durch Muttermilch animiert die Menscheit ausrotten wollen.

Wenn das kein Trash deluxe ist!

Wie das Ganze nun genau ausgeht, solltet ihr Euch selbst angucken.

Es folgen in trashiger Art und Weise Alien-Zombies, die das bayerische Dorf und den amerikanischen Stützpunkt angreifen und von amerikanischen Soldaten, unterstützt von einem sympatisch klischeehaften bayerischen Dorfpolizisten und einem schüchternen Wissenschaftler bekämpft werden.

Zombies from outer SpaceMal abgesehen von der tollen Filmmusik, die sehr gut in die späten 50er Jahre passt, wurden liebevoll passende Requisiten von Oldtimern bis zu echten Kostümen bei den Alienzombies verwendet. Es stürmen hier also keine billigen CGI-Alienzombies durch Bayern. Obwohl es sich hier um eine privat und durch Sponsoring finanzierte Produktion handelt und dem entsprechend wenig Geld zur Verfügung stand, kann man trotzdem trashige UFOs, Düsenjets, Panzer und Explosionen erleben.

Fazit:

„Zombies from outer Space“ ist Trash at it’s best. Eine wirklich innovative Kombination von Heimatfilm und Alien-Zombie-B-Movie der alten Schule. Mir persönlich hat Prof. Stock alias Vlasto Peyitch in seiner Rolle als verschlagener Wissenschaftler am besten gefallen. Aber alleine die Alien-Zombies machen den Film sehenswert, so dass ich ihn jedem Fan trashiger B-Movies nur empfehlen kann. Rain hat diesen Abend ebenfalls genossen und herzlichst gelacht. Wer allerdings eine Zombie-Splatter-Hollywood-Produktion erwarten und mit echt skurrilen Stories nicht klarkommt, sollte lieber was anderes gucken.

 

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