The Walking Dead: Survival Instinct

Gepostet von am Mai 24, 2013 in Zombiecollection, Zombiespiele, Zombietotal | Keine Kommentare

The Walking Dead: Survival Instinct

The Walking Dead: Survival Instinct

Ich habe mir als Fan der TV-Serie „The Walking Dead: Survival Instinct“ gleich zum Release gekauft. Ich hatte bereits vor dem Kauf die Befürchtung, dass es so gut wie alle Lizenzspiele eine schlechte Umsetzung wird. Leider sind Lizenzspiele allzu oft nur eine Methode zum schnellen Geld machen. Sei es nun aus Zeitmangel oder Inkompetenz der Hersteller, diese Spiele sind fast immer grausam schlecht und eher unwürdig den Namen zu tragen. Leider muss ich auch in diesem Fall sagen, dass die Umsetzung von The Walking Dead: Survival Instinct spieltechnisch schlecht ist, obwohl ein namenhafter Spielehersteller wie Activision dahinter steht.

Das Spiel The Walking Dead „Survival Instinct“ hat trotzdem einige gute Ansätze. Es gibt immerhin die Originalsprecher der TV-Serie.

Die Geschichte des Spiels

Mir gefällt an sich die Idee der Geschichte, da es bei „Survival Instinct“ um die Dixon Brüder geht. Einer der beliebtesten und auch mein beliebtester Charaktere der TV-Serie „The Walking Dead“ ist Daryl Dixon, gespielt von Norman Reedus. Eine interessante Tatsache ist übrigens, dass Daryl Dixon in den ursprünglichen Comics überhaupt nicht vorkommt, sondern nur in die TV-Serie geschrieben wurde.

Jedenfalls bietet uns „Survival Instinct“ die Geschichte der Brüder survival instinctDaryl und Merle Dixon vor dem Zusammentreffen mit der Gruppe von Überlebenden um Rick Grimes, die wir aus der TV-Serie kennen. Das Spiel schickt uns auf die Reise von Georgia nach Atlanta. Leider bleibt es nur bei einem guten Ansatz, denn das Potential, das die Dixon Brüder bieten, wurde nicht ausgereizt.

Gamplay

Wir befinden uns nun auf der gefährlichen Reise zum vermeintlich sicheren Atlanta. Die grundsätzliche Idee, dass man verschiedene Routen mit seinem Fahrzeug wählen kann, hätte wesentlich besser gestaltet werden können. Nun hat man also die Auswahl, ob man den Highway, die Haupt- oder Nebenstraße in die nächste Ortschaft nimmt. Je nach Wahl geht es entweder schnell, mit weniger Benzinverbrauch oder langsamer, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit nützliche Dinge, wie Benzin, Munition oder Nahrung  zu finden.

Absolut unzeitgemäß ist die Tatsache, dass wir uns nun jedesmal die gleiche Animation eines fahrenden Fahrzeugs anschauen können und unsere Route auf einer Landkarte angezeigt wird. Ab und zu wird die Fahrt bzw. die Animation unterbrochen, damit wir uns in immer ähnlichen eingegrenzten Gebieten auf die Suche nach nützlicher Ausrüstung machen können.

Was anfangs hoffen lässt, wird nach unzähligen Wiederholung schnell langweilig. Letztendlich reduziert sich das ganze Spiel auf das stupide Sammeln von notwendigen Ressourcen und die Geschichte rückt in den Hintergrund.

Die TV-Serie und das The Walking Dead – Adventurespiel von Telltale lebt insbesondere von den tiefgründigen Charakteren und deren Beziehungen untereinander. „Survival Instinct“ versucht ebenfalls NSCs an die Spielercharaktere zu binden. Dies geht gelingt jedoch nicht mal ansatzweise, so dass die Charaktere, die die Merle und Daryl begleiten, sehr blass bleiben. Man kann seine Helfer nun nach Ankunft in einer neuen Ortschaft bzw. des weiteren Levels auf unterschiedliche Missionen schicken. Sie können Benzin oder Nahrung besorgen oder einfach beim Auto bleiben. Letztendlich bekommt man nicht mit was die Mitstreiter zwischenzeitlich machen und es wirkt sich nur marginal auf das Spiel aus.

survival instinctDie Grafik ist leider ebenfalls nicht auf dem neuesten Stand. Die Texturen der Zombies sind unscharf und irgendwie ähneln sich die Untoten doch sehr. An unterschiedlichen Animationen der Zombies wurde ebenfalls gespart.  Das Leveldesign ist langweilig und von einem Open-World-Level kann man wirklich nicht reden. Die Level sind strikt abgegrenzt und man kann am Levelrand nicht den kleinsten Zaun oder Stein überspringen. Der Detailreichtum lässt sehr zu wünschen übrig. Die Grafik und Technik des Spiels wäre vor 5 Jahren wohl angemessen gewesen.

Die Steuerung von „Survival Instinct“ ist für einen Zombie-Shooter in Ordnung, auch wenn man Schusswaffen in diesem Spiel lieber nicht verwendet. Sobald man einen Schuss abgibt erscheinen Horden von Untoten, egal, ob man das Gebiet soeben von Zombies bereinigt hatte oder nicht. Die einzig machbare Methode ist es, sich an die Zombies heranzuschleichen und diese dann lautlos im Nahkampf zu töten. Man kann die Untoten mit beispielsweise Flaschen ablenken und sich so einen Weg zum nächsten Zielpunkt suchen.

Als Action-Shooter kann man das Spiel somit nicht wirklich bezeichnen. Die heißgeliebte Armbrust von Daryl findet man leider erst ziemlich spät im Spiel. Letztendlich werden einem die Zombies nur in größeren Mengen gefährlich. Die KI der Zombies ist wohl deren Intelligenz angepasst und damit nicht wirklich herausfordernd.

Wurde man erstmal von den Zombies überrannt, kommt man in den fragwürdigen Genuss einer speziellen Nahkampfsequenz. Dank schlechter Steuerung kann man mehr schlecht als recht den brav nacheinander antretenden Zombies ein Messer in den Schädel rammen. Diese immer gleiche Sequenz wird jedoch auch schnell langweilig.

Fazit

Als Fan der Fernsehserie The Walking Dead ist das Spiel „Survival Instinct“ trotz der mäßigen Umsetzung eine spielbare Alternative. Zum vollen Preis von 59,95 € würde ich es nicht (nochmal) kaufen. Aber sobald der Preis weiter runtergeht, kann man es ruhig mal spielen, wenn man grafisch und spieltechnisch nicht zu viel erwartet. Trotz allem ist „The Walking Dead: Survival Instinct“ eine schlechte Lizenz-Spielumsetzung und kann beispielsweise nicht mit der Dead Island– Serie mithalten. Das immer gleiche Gameplay macht das Spiel nach kürzester Zeit etwas langweilig.

 

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