Orientieren ohne Kompass oder GPS

Gepostet von am Aug 14, 2013 in Survival, Zombie Best Of, Zombiejäger, Zombietotal | Keine Kommentare

Orientieren ohne Kompass oder GPS

Orientieren geht auch ohne Karte, GPS oder Kompass. Wenn nicht die Möglichkeit besteht, sich einen Kompass selber zu bauen, kann man mit wenigen Techniken und Hilfsmitteln einfach die Himmelsrichtung bestimmen.

Beim Herausfinden der Himmelsrichtung helfen dir die Sonne, der Mond, die Sterne und weitere Hinweise aus der Natur. Am einfachsten kann man sich orientieren, wenn man die Sonne zur Hilfe nehmen kann.

Grundsätzlich sollte man erstmal wissen, dass die Sonne im Osten aufgeht, Richtung Süden weiterzieht und dann mittags genau im Süden am höchsten steht und schlussendlich im Westen untergeht. So kann man sich je nach Uhrzeit bereits beim Sonnenaufgang oder -untergang recht gut orientieren. Diese Beschreibung funktioniert allerdings nur auf unserer Nordhalbkugel, auf der Südhalbkugel zeigt die Sonne mittag nach Norden.

Orientieren mit einer analogen Uhr

Wenn die Sonne scheint und man eine analoge Uhr hat, kann man sehr einfach die Himmelsrichtungen bestimmen. Sollten sie nur eine digitale Uhr dabei haben ist dies kein Beinbruch. Man kann natürlich das Ziffernblatt beispielsweise auf Papier übertragen und entsprechend den Stundenzeiger und die 12 Uhr-Stellung markieren.

Wie im Artikelbild zu erkennen, richtet man den Stundenzeiger auf die Sonne aus. Dann halbiert man den Winkel zwischen Stundenzeiger und 12-Uhr-Marke. Auf dieser Winkelhalbierenden liegt Süden.orientieren auf der Südhalbkugel Man muss bei uns die Sommerzeit beachten und dann entsprechend eine Stunde abziehen. Es wird immer der kleinere Winkel halbiert, d.h. dass Vormittags Süden links der 12 Uhr Markierung liegt.

Auf der Südhalbkugel funktioniert das Ganze folgendermaßen: Man richtet die 12-Uhr-Marke auf die Sonne aus und halbiert den Winkel zwischen Sonne (12 Uhr) und dem Stundenzeiger. Die Winkelhalbierende zeigt diesmal nach Norden.

Orientieren mit Stock und Stein

Hierfür benötigen wir etwas Zeit, Sonne und einen Stock. Die Sonne wandert pro Stunde 15° von Ost nach West. Man steckt nun ein rd. 90 cm langen Stock in möglichst ebenen Boden. Der Stock wirft einen Schatten, der mit einem Stein oder sonstwas markiert wird. Nach rd. 3 Stunden markiert man erneut den Schatten und zieht eine Linie zwischen den beiden Markierungen. Die erste Markierung befindet sich im Westen und die zweite im Osten. Norden und Süden liegen im rechten Winkel zu der gezeichneten Ost-West-Linie. Süden befindet sich natürlich Richtung Sonne bzw. Stock.

Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Sonnenuhr. Wenn man die Ost-West-Richtung per Strich bestimmt hat, steckt man den Stock in die Mitte zwischen die Markierungen. Mit Hilfe einer Schnur, die am Stock befestigt zieht man einen Halbkreis von der Ost-Steinmarkierung zur West-Steinmarkierung. Dieser Halbkreis muss in 12 gleich große Abschnitte unterteilt werden. Die Sonnenuhr bzw. der Schatten des Stocks zeigt so die vollen Stunden von 06:00 Uhr Morgens bis 06:00 Abends an. Wenn man sich auf der Südhalbkugel befindet zeigt der Schatten nach Süden auf der Ost-West-Geraden.

orientieren mit PolarsternOrientieren anhand der Sterne

Auf unserer Nordhalbkugel hilft einem der sogenannte Polarstern beim Orientieren in der Nacht. Dies funktioniert leider nur bei wolkenfreier bzw. sternenklarer Nacht. Der Polarstern ist der hellste Stern im Sternbild Kleiner Wagen und zeigt nach Norden. Am einfachsten zu finden ist der Polarstern, wenn man die Hinterachse des Großen Wagen rd. 5 mal verlängert. Der Große Wagen ist bei uns in Deutschland ganzjährig gut zu erkennen und damit besser zu finden als der kleine Wagen.

Zeichen der Natur

Die Natur gibt uns weitere Orientierungshilfen. Diese Anzeichen sind nicht so genau wie beispielsweise die Sonne, da hier oft Witterungseinflüsse wie die Wind- und Wetterrichtung die Zeichen bedingen.

So haben Bäume auf der Sonnenseite (auf der Nordhalbkugel im Süden) einen üppigeren Wuchs. Blüten richten sich zumeist nach der Sonne aus, was ebenfalls beim Orientieren helfen kann.

An Bäumen und Felsen wachsen Moose und Flechten hauptsächliche auf der Schatten- bzw. Nordseite.

 

Wer weitere Ideen oder Anmerkungen hat, kann sich gerne per Kommentar oder E-Mail melden. Ich bin immer bereit, weiter zu lernen und diesen Artikel auszubauen.

468 ad

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deBlogverzeichnis