Notfallgepäck – der BOB (Bug-out Bag)

Gepostet von am Nov 26, 2012 in Ausrüstung, Survival, Zombie Best Of, Zombiejäger, Zombietotal | 2 Kommentare

Notfallgepäck – der BOB (Bug-out Bag)

Wer kennt es nicht das Problem, man sitzt mehr oder weniger gemütlich in seinem Unterschlupf und macht sich eine Dosensuppe warm, da werden die äußeren Perimeter deines kleinen aber bis heute sicheren Verstecks von Zombies überannt, so dass nur noch die Flucht hilft.

Für solche Momente sollte man immer ein Notfallgepäck bzw. den BOB, den sogenannte Bug-out Bag, vorbereitet haben. Grundsätzlich ist ein Rucksack am zweckmäßigsten, da man weiterhin beide Hände frei hat. Die Tasche sollte nicht zu schwer sein, damit man nicht zu sehr in seiner Bewegungsfreiheit und Geschwindigkeit eingeschränkt wird. Der Inhalt sollte einem mindestens das Überleben für drei Tage sichern, bis man sich neu eingerichtet hat oder ggf. sein altes Versteck wieder zurück erobert hat.

Checkliste für den BOB bzw. das Notfallgepäck

1. Wasser – Empfohlen sind 3 Liter, um das Minimum an Flüssigkeit abzudecken und ein Wasserfilter um Trinkwasser herzustellen.

2. Essen – Da der Supermarkt vermutlich keine frischen Lebensmittel mehr hat, empfiehlt sich hier auf Konserven zurückzugreifen. Ansonsten sind Energieriegel gerne gesehen (apropos: TWINKIES R.I.P). Leichtes Geschirr und Besteck aus dem Outdoorbereich und ein Behältnis, um Wasser und das Essen aufzukochen, sollten vorhanden sein.

3. Kleidung – Angemessen für die Jahreszeit soll sie sein. Mindestens eine Austauschgarnitur der ersten und zweiten Bekleidungsschicht sollte vorhanden sein. Eine behelfsmäßige Schutzkleidung gegen Regen (ggf. Poncho), robuste Handschuhe und eine Atemschutzmaske sind nicht zu verachten.

4. Erste-Hilfe Set – Mal davon abgesehen, dass die Krankenversorgung nicht mehr ausreichend sein wird und man grundsätzlich äußerst vorsichtig mit selbst kleinsten Verletzungen sein sollte, muss besondere Sorgsamkeit bei offenen Wunden an den Tag gelegt werden. Zombies stehen nunmal auf Blut und riechen können sie besser als sehen. Sollte man persönliche Medikamente benötigen, dann gehören diese ebenfalls in den BOB.

5. Taschenlampe inklusive Ersatzbatterien – Praktisch sind Stirnlampen, da man die Hände frei hat. Knicklichter tun es zur Not auch. Ok, man sollte im Dunkeln nicht mit zuviel Licht auf sich aufmerksam machen, jedoch möchte wohl niemand im Dunkeln ohne Licht auf Zombies treffen.

6. Schlafsack und eventuell Isomatte – Tja, man muss halt auch schlafen.

7. Multifunktionswerkzeug – Gibt es von diversen Herstellern, jedoch sollten Drahtschneider, Säge, Dosenöffner, Schraubendreher, Zange und Messer integriert sein. Als Alternative kann ein Taschenmesser ebenfalls gute Dienst leisten.

8. Feuer – Es sollten mehrere Möglichkeiten zum Feuer machen im BOB sein. Anbieten tuen sich hier Feuerzeuge, Streichhölzer oder auch ein Feuerstein (ggf. mit Magnesiumblock oder sonstigem Zunder).

9. Hygieneartikel – Die Körperpflege bewahrt vor Krankheiten und erhält die Moral.

10. Waffen – Nun gut, da zur Zeit der Zombie-Apokalypse grundsätzlich mindestens eine Waffe immer zur Hand sein sollte, empfiehlt sich trotzdem im BOB eine Handfeuerwaffe mit Munition und ein großes Messer (Survivalmesser, ggf. bietet sich auch die Zombie Waffe # 2 an) bereit zu haben.

Je nach dem, ob man sich in einer urbanen oder ländlicher Gegend befindet, kann zur Fertigung einer wetterfesten Unterkunft noch eine Zeltbahn und zur Befestigung ca. 20-30 Meter Fallschirmleine (kann man immer gebrauchen!) in den BOB aufgenommen werden. Entsprechend der eigenen Kenntnis von der Umgebung, sollten ggf. Karten und Navigationsgeräte (Kompass) mitgeführt werden.

Paracord sollte man immer dabei haben. Neben den tollen Möglichkeiten, die man damit hat, wiegt es nicht viel und lässt sich einfach unterbringen.

Es gibt eine Broschüre vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, die unverständlicherweise die allgegenwärtige Bedrohung durch Zombies nicht berücksichtigt, jedoch allgemein gute Tipps bei Katastrophen bereit hält. Es wird auch angeraten ein Notfallgepäck bereit zu haben.

Man kann zudem diverse Ausrüstungslisten im Internet finden, auch manch ein anderer Blog, wie bspw. Survival Projekt beschäftigen sich mit dem Thema. Die Internetseite fluchtrucksack.de bietet sogar einen komplett gepackten BOB zum Kauf an.

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2 Kommentare

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  1. Boogieman

    1. Wasser

    empfehlung zum Wasserfilter von einem Bushcrafter.
    ich verwende seit geraumer Zeit den Sawyer Mini und bin 100% zufrieden.
    im Set ist alles nötige drinnen.
    Filter, Schlauch (Strohhalmersatz), Beutel zum Auffangen und Vorratstransport, sowie eine Spritze zum Reinigen des Filters.
    https://sawyer.com/products/sawyer-mini-filter/

    ACHTUNG, PREISSCHWANKUNGEN bis zu 20€ PRO STÜCK sind keine Seltenheit.

    Ich habe ein „Familypack“ in den USA bestellt, da dieses

    a, 2/3 günstiger war
    b, 4 Filter + Zubehör dabei sind

    3. Kleidung

    Socken, Socken, Socken…….. mindestens 3 Paar im Ersatz

    4. Erste-Hilfe Set

    Nähzeug aus der Veterinärmedizin (Nadel MIT Faden) hat bei mir mehrfach gute Dienste geleistet, dazu als „Führungsgerät“ eine Arterienklemme um sauber nähen zu können.

    1 kleine Tube Betäubungscreme (oberflächliche Betäubung) hat sogar bei einem Bruch gut gewirkt.
    1 Dose Eisspray zur großflächigen Betäubung empfiehlt sich ebenfalls

    und jetzt bitte nicht lachen

    Zahnseide um ggf eine Wunde zu vernähen geht auch!!!!

    6. Schlafsack und eventuell Isomatte

    eine falt und klappbare gibt es von der Bundeswehr und empfiehlt sich, da diese am Rücken anliegend im Rucksack sowohl stabilisierend, als auch entlastend bewährt

    8. Feuer

    sorry aber Eure Ansage mit Feuerzeug und Zündhölzern ist MOEP!

    Feuerzeuge landen zumeist so in der Tasche, dass der Gashebel gedrückt ist und das Gas entweichen kann
    Benzinfeuerzeuge ….nunja, Benzin verdunstet zu schnell
    Maximal, wenn schon mit Benzin, dann ein „ewiges Streichholz“.
    Hier ist der Tornister mit Benzin gefüllt wie bei einem Zippo, es befindet sich jedoch ein Metallröhrchen darin, in welchem ein Docht ist und dieser ist mit dem Benzin getränkt.
    Als Reibefläche dient ein Stück Feuerstahl außen am Gehäuse.
    Hier ist der Vorteil, wenn das Benzin alle ist, kann man mittels Feuerstahl und Zunder immer noch ein Feuer entfachen und damit ist es für Survivalzwecke sehr gut geeignet.
    Abgesehen davon sollte man IMMER mehrere Optionen ein Feuer zu entfachen parat haben.

    Feuerzeug
    wasserfeste Zündhölzer
    Feuerstahl
    und eben die klassischen Versionen wie
    Linse, Feuerbogen usw

    „Light my Fire“ Feuerstahl, dazu Mayasticks oder Birkenrinde wegen der ätherischen Öle eignen sind um ein vielfaches besser.
    dazu eine Blechdose mit Zunder.

    Baumwollzunder selbstgemacht, dazu Rohrkolbenzunder, ein paar späne aus Holz und ……..es werde warm 😉

    Baumwollzunder selbermachen:
    Baumwolle in Stückchen schneiden, in eine geschlossene Blechdose mit Loch legen und dann aufs Feuerchen.
    sobald es aus der Blechdose nicht mehr raucht ist der Zunder fertig.
    1 Streifen von 4×4 cm reicht mit Feuerstahl und natürlichem Zunder aus um nach 1-2 Versuchen schon ein Feuerchen entfachen zu können.

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