Kompass selber bauen

Gepostet von am Mai 30, 2013 in Survival, Zombiejäger, Zombietotal | 2 Kommentare

Kompass selber bauen

Um die Himmelsrichtung zu bestimmen, verwendet man normalerweise einen Kompass.

Wenn du dich in der Natur verirrt hast, musst du dich orientieren können, damit du die Zivilisation wiederfindest, bzw. was davon nach der Zombie Apokalypse übriggeblieben ist.  Aber auch in der Stadt  ist es nach der panischen Flucht vor Zombies nicht verkehrt, zu wissen in welche Richtung der eigene Unterschlupf liegt.

Sollte der Kompass beschädigt sein oder schlimmer, keiner zur Hand sein, kann man sich mit wenigen Mitteln einfach helfen.

Letztendlich besteht ein Kompass aus einem magnetisierten Zeiger, der möglichst reibungsarm in einem mit Flüssigkeit gefüllten Gehäuse gelagert ist.

Der Zeiger richtet sich in Richtung des Erdmagnetfelds aus, so dass er in unseren Breitengraden in die geographische Nord-Süd-Richtung zeigt. Wer es genauer wissen möchte, sollte sich diesen Wikipedia-Artikel ansehen. Solltet Ihr euch auf der Südhalbkugel oder am Äquator befinden, lassen sich diese Methoden nicht eins zu eins umsetzen.

Benötigte Materialien zum Kompassbau

Als Grundlage benötigen wir ein eisenhaltiges Stück Metall, dass wir magnetisieren können. Wenn wir einen beschädigten Kompass haben, kann man ohne Probleme die alte magnetisierte Nadel verwenden. Ansonsten tut es auch eine normale Nähnadel, eine Büroklammer (aufgebogen), ein kleiner Nagel oder auch eine Rasierklinge.

Grundsätzlich ist das magnetisieren einfacher je kleiner und dünner das Metallstück ist.

Zum Magnetisieren benötigen wir entweder Haare, Seide, einen Magneten oder eine Batterie.

Magnetisieren der improvisierte Kompassnadel

Fangen wir mit einer Methode an, die zumindest viele von uns ohne Probleme durchführen können. Dazu reibt man die improvisierte Kompassnadel an den Kopfhaaren. Man legt die flache Seite der Nadel am Kopf an und zieht diese immer wieder in die gleiche Richtung durch das Haar. Dies wiederholt man so lange, bis die Nadel ausreichend magnetisiert ist.

Als Test, ob die neue Kompassnadel bereits verwendet werden kann, empfiehlt sich diese an Metall zu halten, sollte die Nadel hängen bleiben, kann es los gehen.

Etwas besser funktioniert Seide zum Magnetisieren. Wir ziehen die Nadel ebenfalls immer in eine Richtung längs über die Seide. Bei dieser Methode sollte die Kompassnadel nach bereits ca. 75-100 mal reiben ausreichend magnetisiert sein.

Eine elegante Methode läßt sich mit einem Magnet durchführen. Dazu streicht man die improvisierte Nadel mehrmals in eine Richtung über den Magneten. Wie immer gilt die Regel: Je öfter man reibt, desto besser ist die Magnetisierung. Das Nadelende, das dananch von dem Südpol des Magneten angezogen wird, zeigt später nach Norden.

Wenn man ein Batterie dabei hat, kann man die neue Nadel auch damit magnetisieren. Dazu muss man wie immer in eine Richtung über einen Pol der Batterie streichen. Etwas Geduld sollte man haben, jedoch rd. 3 Minuten müssten genügen. Vorausgesetzt die Batterie ist auch noch geladen. 😉  Streicht man über den + Pol, zeigt die Nadel mit der Streichrichtung nach Norden und umgekehrt.

Die Magnetisierung unserer improvisierten Kompassnadel muss ggf. erneuert werden, da sie nicht von Dauer ist.

Verwendung des neuen Kompass

Damit sich die improvisierte Kompassnadel nach Norden ausrichten kann, muss sich diese frei bewegen können.

Eine einfache Variante ist es, die Nadel an einem Faden aufzuhängen. Es ist dabei sehr wichtig die Nadel vor Witterungseinflüssen zu schützen. Der leichteste Wind oder Regen kann hier bereits zu Verfälschungen führen. Zudem sollte es wirklich ein dünner weicher Faden sein, nicht dass dieser nachher die Ausrichtbewegung der Kompassnadel behindert.

Eine weitere Varianten wäre das „schwimmen lassen“. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, wie man das ganze bewerkstelligt. Man kann die magnetisierte Nadel beispielsweise auf ein Blatt Papier oder ein trockenes Blatt legen und dieses schwimmen lassen. Hier ist es ebenfalls sehr wichtig, dass es sich um ein ruhiges Gewässer handelt. Es empfiehlt sich eine kleine Pfütze oder auch ein kleiner Behälter mit Wasser. Der Behälter darf jedoch nicht magnetisch sein.

Wenn man nun alles richtig gemacht hat, richtet sich die improvisierte Kompassnadel auf der Nord-Süd-Achse aus. Letztendlich muss man bei den meisten Methoden trotzdem noch anhand anderer Indizien herausfinden, in welche Richtung nun Norden oder Süden liegt. Im Zweifel kann man die  Sonne bemühen oder weitere Hinweise aus der Natur beachten. Beispielsweise wachsen Moose und Flechten hauptsächlich auf der Schattenseite (Nordseite) von Felsen und Bäumen.

Weitere Methoden zum Bestimmen der Himmelsrichtung ohne Kompass habe ich hier beschrieben.

Es ist übrigens ratsam, diese Methoden mal in Ruhe auszuprobieren und zu üben, bevor man in eine echte Notlage kommt. Im Endeffekt hängt der Erfolg von den verfügbaren Materialien und der Fingerfertigkeit ab.

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2 Kommentare

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  1. egal

    „…Dazu muss man wie immer in eine Richtung über einen Pol der Batterie streichen.“

    voelliger Schwachsinn

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