The Twelve – The Passage Trilogy 2 (Der Übergang – Die Zwölf)

Gepostet von am Dez 7, 2012 in Zombiebücher, Zombiecollection, Zombietotal | Keine Kommentare

The Twelve – The Passage Trilogy 2 (Der Übergang – Die Zwölf)

Beurteilung von „Die Zwölf“

Weniger als zwei Wochen und der zweite Teil von The Passage ist weggelesen. Auf Englisch ist das Buch ganz schön anspruchsvoll, man merkt, dass es sich nicht um Harry Potter handelt. Aber dieses apokalyptische Endzeitspektakel ist einfach genial!

Cronin hat es geschafft, den Charakteren eine unglaubliche Tiefe zu geben. Dadurch, dass die unterschiedlichen Hauptakteure in den anfangs verschiedenen und durch Zeit und Raum verwobenen Erzählsträngen erst nach und nach elegant das große Ganze formen, bewerkstelligt Cronin, den Spannungsbogen auch über die vielen hundert Seiten aufrecht zu erhalten.

Das zweite Buch bestätigt, dass diese Trilogie ein vielschichtiges Porträt von Menschen in Extremsituationen ist, von Menschen im Kampf um die Existenz. Es geht darum, wie die Menschen es schaffen, in dieser Alptraumrealität weiterzuleben und zu überleben und dies auch durchaus mit starken philosophischen und psychologischen Anklängen. Ich kann diese auf und ab pulsierende, unglaublich fesselnde und gleichzeitig beklemmende, vor und zurückspringende Erzählweise gar nicht genug loben. Das zweite Buch wird garantiert auch in Deutschland ein Beststeller werden.

Inhalt von The Twelve

Der Titel des Buches “Die Zwölf” bezieht sich auf die zwölf vom Militär im Rahmen von „Projekt Noah“ absichtlich infizierten Todeszelleninsassen, die sozusagen die Übervampirzombies sind, die getötet werden müssen, um die Welt zu retten. Dies zu bewerkstelligen ist die Aufgabe der im ersten Teil eingeführten Hauptpersonen Amy, Alicia und Peter und der Schwerpunkt von Teil 2.

Ein umfangreicher Prolog berichtet vom ersten Buch, was der Erinnerung auf die Sprünge hilft. Allerdings schließt sich die Erzählung des zweiten Teils nicht direkt an Teil 1 an, sondern setzt fünf Jahre nach dem Fall der „Ersten Kolonie“ an. Wer also monatelang auf die Fortsetzung des abrupt und nicht gerade optimistisch endenden ersten Teils gewartet hat, muss sich gedulden und erfährt erst nach und nach, was alles passiert ist. Aber in Cronins meisterlichem Romanpuzzle wird natürlich alles erklärt und alle losen Erzählenden werden verknüpft werden.

Das Buch springt dann bereits nach zwei Kapiteln aus der Zukunft in das Jahr 0, die Jetztzeit, in der sich die Epidemie ausbreitet: Mehrere Fremde versuchen, sich im Chaos der um sich greifenden Virusinfektion zu behaupten: Lila, eine Ärztin und hochschwanger, wird durch die Ereignisse um sie herum schwer traumatisiert und schließt sich in ihre eigene Welt und ihr Haus ein. Kittridge, ein hochdekorierter Veteran, hat sich in einem Penthouse-Luxusapartment verschanzt und berichtet live per Videoblog und Youtube sehr zum Ärger des Militärs als „Last stand in Denver“. Man versucht, ihn mundtot zu machen, aber er kann fliehen. Für den autistischen Danny ist seine Aufgabe als Highschoolbusfahrer das Wichtigste in seinem Leben und so kann er April, einen Teenager, und ihren kleinen Bruder retten. Die Personen sind alle durch ihr Schicksal miteinander verwoben und setzen Ereignisse in Gang, die über das Ende oder die Rettung der Welt entscheiden

Hundert Jahre in der Zukunft kämpfen Amy und die Überlebenden gegen eine neue Art der Bedrohung. Der Feind hat Unterstützung bekommen, die eine furchtbare Zukunft verheißt. Amys Charakter öffnet sich im Verlauf des Buchs sehr und verändert sich auf überraschende Art und Weise. Alicia dagegen wird rätselhafter, dunkler und tragisch. Peter tritt in seiner Bedeutung hinter diesen beiden stark zurück, wird aber in Teil Drei als Verbindungsglied zu Amy sicher die tragende Rolle spielen.

Eine herausragende Nebenfigur ist Guilder, der im Zusammenhang mit Lila steht und  mich tatsächlich von seinen Zügen her an Darth Vader erinnert. Beide werden in literarischer Tiefe brilliant dargestellt und zeigen, dass Gut und Böse nicht weit voneinander entfernt sind. Gerade die faszinierenden Nebenfiguren sind zahlreich, so wie Carter, die Nummer Zwölf der Virals, Greer, der texanische Militäranführer aus Buch 1 und Grey, ein verurteilter Pädophiler unter Drogen, der in Teil 1 noch als Putzkraft bei Projekt Noah gearbeitet hat. Genauso mehrdimensional gezeichnet sind die tödlichen Virals. Es gibt nach und nach immer mehr Informationen zu ihren Eigenschaften, ihrer Psyche und Physis. Und Cronin lässt einen nicht vergessen, dass es alle infizierte Menschen sind. Der Drac Emily bleibt im Gedächtnis…

Das Erscheinen des Dritten und letzten Buchs THE CITY OF MIRRORS ist für 2014 geplant. Leider noch ewig hin…..

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